Kari Karaiti

Schreiberei zwischen Tür und Angel

Hayden und Louise

Hayden

Hayden konnte sich nicht erinnern, jemals so nervös gewesen zu sein. Er hatte eine Stunde lang in Jamie’s Diner gesessen und eine Tasse Kaffee nach der anderen in sich gekippt, bevor er all seinen Mut zusammengenommen und das Haus, in dem ihr Zimmer lag, betreten hatte. Und dann war alles schief gelaufen, was schieflaufen konnte. Wie ein Vollidiot war er die Treppen hinaufgegangen, hatte die Türen gezählt und an jene geklopft, von der er vermutet hatte, dass es ihre war, als er den Empfang verlassen vorgefunden hatte. Im ersten Moment hatte er ihre Überraschung falsch verstanden, hatte geglaubt, Trevor wäre der Name eines Freiers, den sie erwartete.

„Musst du nicht Bescheid sagen, dass ich hier bin?“, fragte er, als sie einen Teebeutel in die Tasse hängte.

Sie wandte sich ihm lächelnd zu. Oh verdammt, dieses Lächeln! Er zwang sich, in ihr Gesicht zu sehen, nicht der Versuchung nachzugeben, auf die Rundungen ihrer Brüste zu starren, die unter dem leicht geöffneten Bademantel zu erkennen waren.

„Ja, das sollte ich“, antwortete sie, nahm die Tasse und kam damit auf ihn zu. Ihre nackten Beine lugten bei jedem Schritt zwischen dem unschuldig weißen Frottee des Bademantels hervor. „Ist es ok, wenn ich kurz telefoniere?“

Er nickte, wandte den Blick von ihr ab und starrte auf die Tasse Tee vor sich auf dem Tisch. Sie ging in einen angrenzenden Raum und ließ ihn allein. Nervös rieb er seine Hände ineinander. Verdammt, er fühlte sich unwohl! Normalerweise war er nicht schüchtern, wusste, was er wollte, und versuchte, es zu bekommen. Aber diese Situation stieß ihn weit aus seiner Komfortzone. Ohne jeden Plan war er hergekommen – ihr Lächeln, mit dem sie den Brief aus dem Fenster geworfen hatte, vor seinem inneren Auge. Zum ersten Mal hatte er ihre Stimme gehört, fest und selbstsicher hatte sie nichts mit dem Gequietsche der Schulmädchen gemein, die dachten, ihr hohes Gesäusel wirke anziehend. Nicht einmal der Umstand, dass sie in einem Bademantel vor einem fremden Mann stand, konnte sie verunsichern. Obwohl er im ersten Moment geglaubt hatte, Furcht in ihrem Gesicht zu sehen, als sie in ihren Raum zurückgewichen war.

„Da bin ich wieder“, ertönte ihre Stimme und er sah zu ihr auf, als sie in das Zimmer trat.

Seine Augen rasten über sie und er schluckte gegen das Pochen seines Pulses im Hals, öffnete die Beine und passte seine Sitzposition an, um zu verhindern, dass sein Schwanz schmerzhaft gegen den Reißverschluss seiner Jeans presste. Sie hatte sich umgezogen, trug einen engen Rock, der ihr bis kurz über die Knie reichte und sich eng um ihre schmale Taille schloss, dass er ihren festen, runden Po akzentuierte. Eine helle Bluse verschwand bis auf die Brust geöffnet in seinem Bund, dass er den schwarzen BH, der die vollen Rundungen hochdrückte, sehen konnte. Ihr feuchtes Haar fiel ungebändigt weit über ihre Schultern. Die schwarzen, hochhackigen Pumps ließen ihre schlanken, nackten Beine noch länger wirken. Gott, er wollte vor ihr auf die Knie sinken und der Kurve ihrer Schenkel mit seinen Lippen, seiner Zunge folgen. Sie war kein Mädchen, sie war eine Frau – eine Göttin.

Langsam ließ sie sich auf dem Sessel ihm gegenüber nieder, überschlug die Beine. „Du hast meinen Brief bekommen“, begann sie und er räusperte sich peinlich berührt.

„Ich wollte nicht wie ein Stalker rüberkommen“, murmelte er und fluchte, dass er rau und atemlos klang.

„Du warst unsicher, ob du herkommen sollst. Ich verstehe das“, fuhr sie fort. „Unser Etablissement ist in der Stadt nicht gern gesehen. Viele Einwohner echauffieren sich darüber, dass es hier ein Bordell gibt. Es ist nicht leicht, solch eingefahrene Konventionen zu brechen.“

„Die Konventionen sind mir egal.“

„Oh?“ Ein verschmitztes Lächeln huschte über ihr Gesicht, das sie unglaublich sexy wirken ließ. „Das gefällt mir. Junge Männer deines Alters kämpfen oft gegen eine prüde Erziehung.“ Er schüttelte den Kopf, ohne sie aus den Augen zu lassen. „Gehst du aufs College?“

„Im Sommer erst“, antwortete er. „Aber ich bin volljährig“, fügte er schnell hinzu, kramte in seiner Hosentasche nach seiner ID.

Sie blickte darauf und ihre Mundwinkel zuckten in einem leisen Schmunzeln. „Das dachte ich mir, sonst hätte ich dich nicht hereingebeten.“ Ihre Augen wanderten von seiner ID in sein Gesicht und wieder fühlte er sich wie ein Idiot. Seine Wangen brannten, weshalb er den Blick senkte und die ID einsteckte. „Spielst du Football?“

„Ja, im High-School-Team. Ich werde auch im College-Team spielen.“

Sie nickte wissend. „Du bist ein gut aussehender, junger Mann. Ich bin mir sicher, du hast die freie Auswahl. Was bringt dich also zu mir?“ Er verzog das Gesicht und ihre Brauen schossen in ihre Stirn. „Oder willst du Erfahrung sammeln, um das erste Mal mit deiner Freundin zu etwas Besonderem zu machen?“

Sein Blick sauste hoch und er schüttelte den Kopf. „Nein!“, entfuhr es ihm sofort. „Nein ... ich ...“ Er kaute nervös auf der Innenseite seiner Wange.

Plötzlich beugte sie sich vor und seine Augen fielen in ihren Ausschnitt, während ihre Hand sich auf seine legte. Verdammt, wie sollte er ein Gespräch mit ihr führen, wenn er nichts lieber wollte, als ihr die Kleider vom Leib zu reißen und sein Gesicht zwischen ihren Brüsten zu vergraben. „Du kannst offen mit mir reden. Glaube mir, es gibt nichts, was ich nicht schon gehört habe.“

„Ich habe keine Freundin. Die Mädchen der High-School langweilen mich“, hörte er sich antworten. „Sie sind oberflächlich, interessieren sich nur dafür, wer wen datet, wer Prom-Königin wird. Ich kann damit nichts anfangen.“

„Du hast Sex mit ihnen.“

Er seufzte tief und nickte, dann schüttelte er den Kopf. „Aber auch das ...“ Er verstummte, griff nach der Tasse Tee und nippte daran. „Es lässt mich kalt. Ich frage mich, ob das alles sein soll. Vielleicht stimmt etwas nicht mit mir. Ich finde es ...“

„Langweilig“, beendete sie den Gedanken für ihn. „Immer dasselbe! Du willst mehr.“

„Ja!“, stimmte er zu und stellte fest, dass es verzweifelt klang.

Plötzlich schob sie sich von dem Sessel direkt zwischen seine leicht geöffneten Beine auf die Knie. Ihre Hände legten sich auf seine Oberschenkel, strichen diese langsam entlang. „Es ist alles in Ordnung mit dir. Du suchst Abenteuer, den Kick. Den können dir die Mädchen nicht geben. Aber ich kann ihn dir geben und Abenteuer, so viel du willst. Ich kann dir Dinge zeigen, wovon du nicht zu träumen wagst“, erklärte sie mit einem verführerischen Lächeln.

Er schluckte, als ihre Hände über die Ausbeulung seiner Jeans fuhren, drückte sich im Sessel zurück und ein erniedrigendes Wimmern entwich seinen Lippen. „Ich habe das noch nie gemacht. Für Sex bezahlen, meine ich. Ich weiß nicht, ob ich ...“ Er keuchte, als sie mit einem wissenden Grinsen seinen Reißverschluss öffnete. Seine Hände krallten sich in die Armlehnen und er starrte sie an, unfähig, sie zu stoppen.

„Ich werde dir eine Kostprobe geben, wenn du das willst“, erwiderte sie. „Eine kleine Belohnung, dass du deinen Mut zusammengenommen hast und mich nicht länger auf dich warten lässt. Ich versprach dir, dass es dich nichts kosten würde außer deine Zeit.“

Er öffnete den Mund, um zu antworten, da fuhr ihre Hand in seine Hose und schloss sich um seinen Schaft, so dass ihm ein Keuchen entwich. Seine Augen lagen starr auf ihren, die ihn verschmitzt anlächelten. Doch da war noch etwas in ihrem Blick, das er nicht erwartet hatte. Hitze, stellte er fest. Feuer als genoss sie, was sie tat.

„Hm!“, schnurrte sie und ihre Zunge fuhr schnell über ihre Unterlippe. „Darf ich? Lässt du mich?“

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